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last update: 16.02.2021

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Schuh-Tips

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Schuh-Aufbau

[Alles beginnt beim Leisten] – [Der Aufbau eines Schuhs]

Alles beginnt beim Leisten

Jeder Schuhmacher hat einen individuellen Leisten (Holz- oder Kunststoffuss, auf dem ein Schuh konstruiert wird). Im Hause Meindl entstehen z.B. recht breite Schuhe, bei Raichle und Lowa schmale, Hanwag bietet ein mittleres Mass. Im Aufbau sind die Schuhe ähnlich, schliesslich haben sie alle den selben Zweck! Variierende Details sind die Handschrift der Hersteller.

Der Aufbau eines Schuhs

Die Qualität und Verarbeitung des Oberschuhs ist entscheidend für den gesamten Schuhs; je weniger Nähte, desto weniger Nahtlöcher, durch die Wasser eindringen kann.

Ein halbhoher, gepolsterter Schaft ist üblich. Er schützt und stützt Knöchel und Gelenk - auf Geröllfeldern und abseits der Pfade absolut notwendig.

Die Zunge ist gepolstert. Um Druckstellen am Spann zu verhindern, muss sie fest und faltenfrei anliegen; ein Fixierhaken sorgt dafür. Links und rechts der Zunge wehren Laschen aus dünnem Leder Wasser ab; kurz Wasser(schutz)laschen. Im Fersenbereich ist eine vorgeformte Kappe eingesetzt, die den Schuh stabilisiert, den Fuss ebenfalls stützt und in der Position hält.

Als Futter wird Leder oder Kunstfasergewebe verwendet. Im Kunstfaserbereich hat sich Cambrelle durchgesetzt (Nadelfilz aus Polyamid, antibakteriell ausgerüstet). Vorteil: es ist abriebfest und trocknet extrem schnell. Aus Schuhen mit Membran nicht wegzudenken.

Leder als Futter ist eine zweischneidige Geschichte. An sich ist es angenehmer zu tragen. Es nimmt Feuchtigkeit auf, der Stiefel erscheint von innen trockener und der Fuss sitzt fester. Ist der Stiefel allerdings richtig durchgeschwitzt, wird das Leder unangenehm glitschig und trocknet sehr schwer - es können Blasen entstehen. Um beide Vorteile zu nutzen, gibt es Schuhe mit Cambrelle im Fussbereich und Leder als Futter in der Ferse.

Natürlich hat jeder Wanderschuh ein Fussbett. Und um den individuellen Voraussetzungen bis ins Letzte gerecht zu werden, kann es in der Regel ausgetauscht und beispielsweise durch eine orthopädische Einlage ersetzt werden.

Oberschuh und Sohle werden durch die Brandsohle verbunden. Sie ist aus Leder, lederähnlichem Texon oder (ganz schlecht) Press-Pappe. Zwicken (vernähen, klammern) oder Kleben sind die gängigen Verbindungen. Zwiegenähte Schuhe (z.B. MEINDL) sind selten geworden. Es ist die traditionelle Verarbeitungsweise, bei der Brandsohle und Oberschuh mit doppelten Zwirn vernäht werden. Die Brandsohle ist der Kern des Schuhs; sie legt die Steifigkeit fest.

Zwischen Brand- und Laufsohle liegt eine dämpfende Zwischensohle aus Polyurethan oder EVA (Ethylen/ Vinylacetat). Sie unterstützt die federnde Funktion des Fusses und ersetzt im Grunde den weichen Boden, für den unser Skelett ursprünglich ausgelegt ist. Schont folglich Sprung-, Knie- und Hüftgelenk.

Je nach Hersteller ist der Fersenbereich durch einen (Weichtritt-)Keil oder ein ausgeklügeltes Dämpfungssystem verstärkt.

Aussen wird die Verbindung von Oberleder und Laufsohle durch den Wetterschutzrand verdeckt. Er schützt die Verbindung und verhindert das Eindringen von Wasser.

Ganz unten: die Laufsohle aus Gummi und ein sehr wichtiger Punkt für den Kauf eines Schuhs. Haltbarkeit und Abrieb sind eine Frage der Mischung, über die nicht öffentlich gesprochen wird - ähnlich dem Coca Cola Rezept. Die Praxis zeigt, was sich bewährt! Zur Zeit ist Vibram der unumstrittene Marktführer.

Zu guter Letzt bleibt das Profil der Laufsohle. Es muss griffig sein. Je nach Einsatzbereich und folglich dem Stiefel angepasst, ist es mal kräftiger, mal flacher. Abgelaufene Profilsohlen können beim Schuster ersetzt werden. Allerdings nur bei denen, die entsprechendes Material zur Verfügung haben!

Quelle:
Outdoor-shop.ch

 

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