28.04.2003
Natur entdecken
Es hatte noch immer Schnee, aber es fing bereits an zu tauen.
Am Nachmittag bin ich mit Hans-Peter aufs Nachbarfeld Gopher schiessen
gegangen. Die kleinen Nager leben auf Feldern und Hans-Peter moechte die
lieber nicht auf seinem Land haben. Die wuerden sonst alles kaputt machen.
Von der Feuchtigkeit her ging es noch. Ich hatte ja nur meine Trekkingschuhe
dabei, die ja ueberhaupt nicht wasserdicht sind. Hab ja kein solches Wetter
erwartet.
Hans-Peter hatte Glueck und erwischte ein paar.
Anschliessend sind wir noch losgezogen, denn nahegelegenen Fluss zu
besuchen. Ich in Turnschuhen, er in Stiefeln. Ich wusste schon, dass sie
nass werden wuerden, aber ich wollte doch noch etwas von der Umgebung sehen.
Spazierwege sucht man hier umsonst. Es hatte noch immer genuegend Schnee,
aber einiges war bereits geschmolzen und bildeten kleine Pfuetzen.
Am Fluss angekommen, war das Wasser recht braun. Der Nebenarm des Red Deers
fuehrt weiter unten wieder in den Hauptstrom. Im Fluss sahen wir auch einen
kaputten Biberdamm. Wahrscheinlich sind sie noch im Winterschlaf. Die
Umgebung sah schlimm zugerichtet aus. Viele von Biber angefressene,
umgeknickte Baeume lagen herum. Hier ist noch Natur pur.
Wir wanderten weiter dem Fluss entlang. Hans-Peter erzaehlte mir viel von
seinem Trapperwissen und zeigte mir einige Spuren. War sehr interessant. Auf
der anderen Flussseite entdeckten wir hoch oben in einem Wipfel einen
Adlerhorst. Ich hatte hier schon ein paar Adler gesehen und gehoert.
Der Fluss fliesst hier noch nach seinem Willen wohin er will. Wir bogen auf
einen weiteren Nebenarm ab. Dort hatte es einen schoenen Biberdamm.
Hans-Peter wollte auf der anderen Seite vielleicht ein wildes Kaninchen
schiessen, die es scheinbar dort hat. Der Biberdamm allerdings wuerde mich
nicht tragen. Und der Umweg ueber einen groesseren Damm war relativ feucht
und sumpfig.
Meine Schuhe waren bereits vollgesogen und wir machten uns auf den Weg
zurueck an unseren Ausgangspunkt beim Fluss. Dort hat man einen guten
Ueberblick in 3 Richtungen. Ein guter Beobachtungsposten fuer Wildtiere.
Wir waren noch ein bisschen frueh. Nach einer halben Stunde war noch immer
nichts zu sehen und so gingen wir zurueck zum Haus, wo ich meine Schue zum
Trocknen legte.
Mit dem Auto machten wir noch einen Ausflug in die Umgebung. Wir besuchten
eine Reh- und eine Buffalofarm.
Wir wollten noch ein paar Freunde besuchen. Auf dem Weg sahen wir am
Waldrand eine riesige Hirschkuh. Richtig nah.
Hier sah es so aus, als ob noch mehr Schnee gefallen ist. Einige Baeume
waren von der Last umgeknickt und der eine Freund hatte einen riesigen
Schneehaufen vor dem Haus.
|